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Ohne Perspektive - Stahlarbeiterstreik in Griechenland
Die Schuldenkrise im Euroland Griechenland ist auch im dritten Jahr noch nicht gelöst. Die Menschen müssen immer schärfere Einschnitte im Alltag ertragen, ohne dass sich die Lage des Landes zum Besseren wendet. Welche Perspektiven sehen ganz normale Arbeiter für sich? Im einzigen Stahlwerk Griechenlands streiken die Arbeiter seit mehr als zwei Monaten.Sie wehren sich gegen neue Lohnkürzungen und Entlassungen, denn von dem Arbeitslohn können sie kaum ihre Familien ernähren. Aus ihrer Sicht machen die Sparforderungen auch den letzten Rest der heimischen Wirtschaft kaputt. MADE IN GERMANY-Reporter Miltiades Arsenopolous war bei den Arbeitern am Tor des Stahlwerkes Aspropyrgos in der Nähe von Athen. Wie ist ihre Situation und was denken sie über die immer neuen Krisentreffen der Politiker? Eigentlich müsste das einzige Stahlwerk Griechenlands genügend Aufträge aus der heimischen Wirtschaft haben, warum ist die Lage so prekär und was passiert dort im Fall einer Staatspleite?
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Kraftakt Offshore - Trafostationen für die Energiewende
Rund 10.000 Windräder in Nord- und Ostsee sollen Deutschland im Jahr 2030 mit Energie versorgen - so der ehrgeizige Plan der Bundesregierung. Doch der Bau ist aufwändig und geht langsamer voran als erwartet: Zurzeit werden in einer Werft in Wismar zwei Konverterplattformen für den Stromtransport gebaut. Nur hier gibt es genug Platz für die technisch anspruchsvollen und 18 Meter hohen Plattformen.Die Parks liegen bis zu 100 Kilometer weit von der Küste entfernt. Für den Anschluss der Windanlagen ans Land sind die Stromnetzbetreiber zuständig. Wie zum Beispiel die niederländische Firma Tennet - einer der fünf größten Netzbetreiber in Europa. Für den Transport bündeln sogenannte Konverterstationen zunächst auf See den Strom vom mehreren Parks. Dann wandeln sie ihn von Wechselstrom in Gleichstrom um und transformieren ihn auf Hochspannung. Sonst kommt es bei der Übertragung zu hohen Verlusten. Diese Art der Stromübertragung ist bisher in Deutschland einmalig. MADE IN GERMANY-Reporterin Claudia Laszczak war in einer Werft in Wismar, wo gerade zwei neue Konverterplattformen gebaut werden. Für Schiffbauer, Technologieanbieter und Netzbetreiber sind die Großaufträge ein attraktives Geschäft. Dennoch könnte die Energiewende ins Stocken geraten. Viele der potentiellen Windparkbauer bekommen nicht genug Geld für Ihre Investitionen. Der Bau der neuen Anlagen gilt den Banken als zu riskant.
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Clickworker - Die Arbeit von morgen kommt aus der "Cloud"
Die Arbeitswelt der Zukunft ist für manche schon Realität - die Aufträge kommen aus dem Internet und gearbeitet wird von zu Hause, so lange man eben will. Auf der Plattform Clickworker.com bieten Unternehmen Großaufträge aus den Bereichen Werbung und Medien an und ein internationaler Pool sogenannter Clickworker erledigt diese in Heimarbeit - ein Modell mit Zukunft?Clickworker.com wurde erst vor wenigen Jahren in Essen gegründet. Das Unternehmen selbst ist Dienstleister, bekommt Großaufträge von anderen Unternehmen, zerlegt es in viele Kleinaufträge und stellt diese als Arbeitsangebote online. Inzwischen gibt es auch eine Niederlassung in den USA, denn Clickworking scheint gefragt zu sein. Aber, wie sieht ein Clickworker-Leben aus - so ganz ohne Büroalltag, Kollegen und soziale Absicherung? Über 160.000 Leuten sind in dem Clickworker Pool, Made in Germany-Reporterin Tabea Mergenthaler hat eine von ihnen getroffen, was ist der Preis für soviel Flexibilität?
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Studiogast: Ansgar Belke, DIW
Zu Gast im Studio ist Ansgar Belke, DIW; Volkswirtschaftler an der Universität Duisburg-Essen
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Hager - eine deutsch-französische Unternehmerliaison
Nach dem zweiten Weltkrieg gründete Peter Hager mit seinen beiden Söhnen Dr. Oswald und Hermann ein Unternehmen, das sich im Saarland auf deutscher und auf französischer Seite im Elsass niederließ. Noch heute fühlt sich Daniel Hager in dritter Generation beiden Ländern verpflichtet und natürlich ist die Eurokrise bei den 6700 Angestellten auf der deutschen und französischen Seite Tagesthema.Dass Frankreich von den Ratingagenturen heruntergestuft wurde, macht viele Franzosen im Werk ärgerlich, aber in ihrer Produktion spüren sie die Krise nicht. Im Gegenteil: durch die gute Konjunktur der Bauwirtschaft erleben sie einen Boom. Die Verzahnung zwischen dem deutschen und französischen Werk ist enger denn je. In Obernai im Elsass werden die Schutzschalter hergestellt, die auf der deutschen Seite in Blieskastel im Saarland zu Schaltkästen zusammengebaut und vertrieben werden. Mit den Elektroanlagen ist das Unternehmen in Deutschland Marktführer, in Europa vertreiben die Hagers bis zu 80% ihrer Produkte. MADE IN GERMANY-Reporterin Julia Henrichmann über eine außergewöhnliches deutsch-französische Freundschaft.
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Wege aus der Krise - Griechische Einwanderer in Deutschland
Sie sind gut ausgebildet, mehrsprachig und international erfahren - Ärzte, Ingenieure oder IT-Experten aus Griechenland. Doch in ihrer Heimat ist es für junge Griechen angesichts der Wirtschaftskrise immer schwieriger, beruflich voranzukommen oder überhaupt einen Job zu finden. Immer mehr wagen den Schritt und verlassen Ihr Land. Sie kommen auch nach Deutschland.Im Sprachkurs des Goethe Instituts büffeln die Neuankömmlinge wie Kleisiaris Konstantinos und Spyridon Achinas die deutsche Sprache. Die wird für Jobs in Deutschland immer noch verlangt. MADE IN GERMANY-Reporterin Grit Hofmann trifft auch Georgios Bikos.Der hat vor zwei Jahren sein Land verlassen. Schon damals lag die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland bei 40 Prozent. Der 31jährige Arzt hätte sechs Jahre auf seine Facharztausbildung warten müssen, da entschied er sich nach Deutschland zu gehen. Was für viele Griechen ein Neustart sein kann ist für Griechenland selbst ein Problem, denn mit der Abwanderung der jungen Menschen geht auch das Know-how.
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Beton ist nicht Beton - Maßanfertigungen der Firma Dressler-Bau
Ob wellenförmig, spiegelglatt oder bunt eingefärbt - Beton ist vielseitig und muss nicht mehr nur für triste Plattenbauten oder Tiefgaragen herhalten. Hubertus Dreßler, Chef der Firma Dreßler Bau aus dem bayerischen Aschaffenburg, hat sich auf die Produktion von maßgeschneiderten Beton-Fertigteilen spezialisiert.Zu den Kunden gehören auch Top-Architekten wie David Chipperfield, der eine außergewöhnliche Betontreppe und Wandreliefs für das Neue Museum in Berlin bestellte. Wir sind in der Nähe von Frankfurt am Main.Dort werden die Fertigteile produziert. Nach Vorgaben der Ingenieure wird eine Verschalung konstruiert und die Teile in Form gegossen, gefärbt und geschliffen Zum Einsatz kommen sie unter anderem in Berlin. Hier wird gerade ein Hochhaus am neuen Hauptbahnhof gebaut. Der erste Bau eines ganz neuen Stadtquartiers, der Europacity. Eine Reportage von Christian Pricelius.
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Hoch hinaus: Deutschlands einzige Flughafenchefin
Heftiger Gegenwind für Flughafenchefin Maria Muller: erst die Luftverkehrssteuer, jetzt die Co2 Abgabe der Fluglinien – für Regionalflughäfen sind die Zeiten nicht einfach. Dabei hat sie als Chefin eines deutschen Flughafens immerhin eines geschafft: sie hat die Passagierzahlen in Rostock-Laage kontinuierlich gesteigert. Und das, obwohl die Banche über sinkende Umsatzzahlen jammert.Schon als Teenager träume Maria Muller vom Fliegen und der großen weiten Welt. Deswegen hat die 52jährige nach ihrer Ausbildung als Hotelfachfrau immer an Flughäfen gearbeitet, erst in Frankfurt am Main, später am Regionalflughafen in Frankfurt/Hahn. Dort hat sie gelernt, dass es riskant ist, auf Billig -Airlines wie Ryanair und Easyjet zu setzen. In Rostock hat sie es geschafft, Lufthansa und Air Berlin anzulocken, jetzt will sie noch die Ferienflieger für Urlaubsgäste an der Ostsee aufstocken. Ihre 75 Angestellten schätzen ihre angriffslustige und verhandlungsstarke Art. Immerhin schafft sie Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern, einem Land mit einer der höchsten Arbeitslosenquote bundesweit. Julia Henrichmann hat Deutschlands einzige Flughafenchefin einen Tag begleitet.
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Erfolg trotz Krise - die spanische Genossenschaft Mondragón
Die größte Genossenschaft der Welt schafft, was anderen spanischen Unternehmen in der Krise nicht gelingt - die Genossenschaftler der Kooperative Mondragón im Baskenland erwirtschaften trotz Wirtschaftskrise immer noch 14 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Dafür gehen sie in Kurzarbeit, verzichten auf Lohnerhöhungen oder wechseln sogar, für eine gewisse Zeit, in ein anderes Unternehmen.Die Produktpalette der über 100 Unternehmen von Mondragon reicht von Werkzeugmaschinen über eine Supermarktkette bis hin zu Haushaltsgeräten. Sogar eine eigene Universität und eine Sparkasse gehören zu Mondragón. Die beteiligten Unternehmen exportieren 65 Prozent ihrer Waren in die ganze Welt. 84.000 Mitarbeiter in 20 Ländern gehören zu der Genossenschaft, 40 Prozent von ihnen sind am Kapital und an der Führung beteiligt. 1956 wurde die Genossenschaft gegründet. MADE IN GERMANY-Reporterin Alexa Meyer lässt sich von Arbeitern ihren Elektrobetrieb zeigen, berichtet über die Erfolgsgeschichte der spanischen Kooperative und spricht mit der Geschäftsleitung über die künftigen Expansionspläne.
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Studiogespräch: Europas Wirtschaft - droht eine Rezession?
Über die Entwicklung der europäischen Konjunktur sprechen wir mit unserem Studiogast Ferdinand Fichtner vom Deutschen Institut für Wirtschaft (DIW).
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Berlin: Wirtschaftsfaktor Modewoche
Zweimal im Jahr wird ganz Berlin zum Laufsteg. Mode-Messen und Shows zeigen, was angesagt ist. Das zieht Fachpublikum und Touristen aus aller Welt an. Die Hauptstadt profitiert vom Moderummel: Pro Messe über 250.000 zusätzliche Übernachtungen, Taxifahrer und Gastronomen machen Rekordumsätze, auch der Einzelhandel freut sich. Es winken Mehreinnahmen von rund 64 Millionen Euro.Denn fast eine Woche lang, jeweils im Winter und im Sommer, bevölkern Modebewusste die ganze Stadt und lassen ihr Geld da - mehr als gewöhnliche Messebesucher. MADE IN GERMANY trifft Karl-Heinz Müller, den Chef der Messe "Bread & Butter", bei den Vorbereitungen und besucht den jungen Berliner Designer Kilian Kerner. Kerner hat erst über die Modemesse in Berlin einen Investor gefunden und baut nun aus mit 15 Mitarbeitern und großem Showroom im Stadtcenter. Noch ein Messe-Effekt: Popups - temporäre Restaurants, Bars und Clubs, die nur für eine kurze Messezeit aufgemacht werden.
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Kochgeschirr Berndes: Rückkehr aus China
Er holt die Produktion zurück nach Deutschland: Marcus Linnepe, der neue Geschäftsführer des Pfannenherstellers Berndes. Sein Vorgänger hatte die Töpfe und Pfannen in China produzieren lassen. Doch Linnepe glaubt, mit dem Gütesiegel „Made in Germany“, noch erfolgreicher sein zu können. Denn ein Topfset, das in Deutschland hergestellt wurde, kann er in China für den doppelten Preis verkaufen.Bisher produziert Berndes einen Großteil des Kochgeschirrs in China. Jetzt sollen Töpfe und Pfannen wieder ausschließlich im Sauerland vom Band laufen. In Arnsberg hat das Unternehmen Berndes eine 90-jährige Tradition. Erfolgreich wurde es Mitte der 70er Jahre mit teflonbeschichteten Alugusspfannen. Die Gründerfamilie verkaufte die Firma jedoch an einen Finanzinvestor. Der wirtschaftete das Unternehmen herunter und machte es zum Sanierungsfall. Der neue Investor Marcus Linnepe will nun alles besser machen: Nicht nur die Produktion wieder nach Deutschland holen, sondern auch in den Standort investieren.
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Fachkräftemangel: Wie Unternehmen aus der Not eine Tugend machen
"Fachkräfte händeringend gesucht" - mit diesem Problem kämpfen in Deutschland sowohl Mittelständler als auch große Konzerne. Ein Ausweg aus der Misere ist die betriebesinterne Qualifikation von Mitarbeitern. MADE IN GERMANY begleitet einen Trainee der Deutschen Bahn, der nach nur einem knappen Jahr Weiterbildung im Instandhaltungswerk Krefeld bereits sein eigenes Projekt leitet.Für Heiko Meinardus eine Riesenchance für die Karriere, aber auch viel Verantwortung für Personal und Budget. Der Trainee erzählt über seine Motivation und seine anfängliche Angst, dem neuen Job nicht gewachsen zu sein. Junge Leute zu fördern und zu fordern, betriebsintern weiterzubilden – mit dieser Art der Personalsuche haben Unternehmen gleich mehrere Vorteile: Interne Bewerber kennen den Betrieb und die Abläufe, die Qualifizierung für eine neue Stelle oder einen anderen Arbeitsbereich braucht weniger Zeit. Außerdem wissen die Vorgesetzten, was der Bewerber kann und wo seine Talente liegen. Der Mitarbeiter schließlich hat die Chance, schneller als üblich die Karriereleiter nach oben zu klettern.
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Kroatien: Unternehmen vor dem EU-Referendum
Am 22. Januar findet in Kroatien das Referendum über den EU-Beitritt statt. Stimmt die Mehrheit der Kroaten mit „Ja“, wird Kroatien am 1. Juli 2013 das 28. Mitglied der EU. Unternehmen wie der Getränkekisten-Hersteller Kaplast sehen eine große Chance für sich: Sie produzieren dann Waren „Made in EU“ für einen Markt, der hundertmal größer ist, als der ihres eigenen kleinen Landes.Das kroatische Unternehmen Kaplast ist mit einem Marktanteil von 73 Prozent der führende Getränkekisten-Hersteller in Südosteuropa. Der EU-Beitritt Kroatiens könnte Kaplast helfen, auch in Westeuropa einen Spitzenplatz zu erobern. Doch der Weg in die EU ist für kroatische Unternehmen nicht einfach: Sie müssen ihre Produkte den strengen EU-Standards anpassen. Das erfordert millionenschwere Investitionen, die Kaplast schon in den vergangenen Jahren getätigt hat. Schon jetzt hat sich das ausgezahlt: Mit Becks hat Kaplast einen der führenden Bierhersteller in der EU als Kunden gewonnen. Eine Reportage von Danijel Visevic.
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Studiogespräch: Kroatien wird 28. EU-Mitglied
Über Chancen und Risiken der EU-Erweiterung sprechen wir mit unserem Studiogast Wolfgang Gerke vom Bayerischen Finanz Zentrum (BFZ).
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Marketingkampf auf dem amerikanischen Automarkt
Für Mercedes, Audi und BMW war 2011 ein Rekordjahr. Auch in den USA sind deutsche Autobauer gut positioniert. Auf dem sich langsam erholenden amerikanischen Automarkt liefern sich deutsche Hersteller einen erbitterten Konkurrenzkampf.Vom 9. bis 22. Januar ist es wieder einmal so weit: die Detroit Motor Show öffnet ihre Pforten. Ein entscheidender Termin für alle Autofirmen, denn der amerikanische Automarkt gilt nach wie vor als der wichtigste der Welt. Mit dabei: Mercedes und Audi. Die deutschen Marken sind in den USA bestens etabliert, verkaufen so viele Autos wie selten zuvor. Der Wettbewerb ist extrem hart und die deutschen Autobauer konkurrieren untereinander um die Gunst der Käufer. Mit aggressivem Marketing und Modellen, die exakt auf den US-Markt zugeschnitten sind, versuchen sie sich gegenseitig Marktanteile abzujagen. Eine Reportage von Max Hofmann.
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Von Atomkraftgegnern zu Solarpionieren: Wagner & Co Solartechnik
1979 haben einige Atomkraftgegner die Solartechnikfirma Wagner & Co gegründet. Heute sind es 350 Mitarbeiter die noch immer auf das Konzept der Selbstverwaltung schwören. Der Einheitslohn ist zwar mittlerweile passé, aber alle zwei Jahre werden die Führungskräfte von allen Mitarbeitern neu gewählt. Jetzt aber mussten Stellen abgebaut werden. Ist das das Ende der Sozialromantik?Bei Wagner & Co im hessischen Cölbe ist die Selbstverwaltung wichtiger Teil der Unternehmenskultur. Trotz 250 Mio. Umsatz im Jahr kann sich jeder als Gesellschafter bewerben. Derzeit sind 120 Mitarbeiter an ihrem Betrieb beteiligt. Die Gehaltsspreizung zwischen Putzfrau und Chef ist vergleichsweise gering, ein flexibles Arbeitszeitsystem gleicht die niedrigere Gehaltseinstufung für Höherqualifizierte aus. Die Wirtschaftsberatung Ernst&Young hat die Firma 2011 zum "Entrepreneur des Jahres" gekürt. Doch trotz der Energiewende muss die Firma nun Arbeitsplätze abbauen. Eine Reportage von Marc Dickgreber.
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Mauern, was das Zeug hält: Azubis der Baubranche
Lange hatte es die Bauindustrie schwer. Stellen mussten abgebaut werden, die Zahl der Beschäftigten hat sich fast halbiert. Jetzt geht es wieder bergauf. Die Branche steht vor dem besten Umsatzergebnis seit langem. Baufirmen stellen wieder ein, suchen qualifizierte Fachkräfte. Gute Zeiten für Auszubildende. Im Bauindustriezentrum Nürnberg-Wetzendorf lernen sie Mauern, Kanäle und Straßen zu bauen.Wir blicken den jungen Männern des zweiten Ausbildungsjahrgangs über die Schulter und fragen: wer will so einen knallharten Job eigentlich noch freiwillig machen? Doch derzeit können sich die Azubis ihre Firmen, die sie ausbilden, sogar aussuchen. Drei Wochen lang sind sie zunächst zusammen in Gästehäusern vor Ort und lernen ihr Handwerk. Denn hier auf den Probebaustellen darf man Fehlern machen - das können sie sich im Unternehmen nicht erlauben. Julia Henrichmann hat das Bauindustriezentrum besucht.
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Leitwährung: Wer macht das Rennen?
Die europäische Schuldenkrise hat vieles verändert: Den Wert des Euro genauso wie sein Ansehen in der Welt. Kann der Euro jetzt noch eine Alternative zum Dollar - der bisherigen Leitwährung - sein? Denn auch der Dollar leidet unter Vertrauensverlust.Staaten legen ihre Währungsreserven in Dollar an - Rohstoffe wie, Gold und Öl werden in Dollar gehandelt. 100 Jahre lang war US-Währung das beherrschende Zahlungsmittel der Welt. Mit der Einführung des Euro sah eine zeitlang so aus, als könne die Europäische Währung langfristig eine ernsthafte Konkurrenz zum Dollar werden. Immerhin werden inzwischen 27 Prozent der weltweiten Währungsreserven in Euro gehalten. Doch die Schuldenkrise hat das Vertrauen der Anleger erschüttert. Und seit einigen Jahren drängt sich noch ein Konkurrent ins Rampenlicht: der chinesische Yuan. Wer macht das Rennen um die Leitwährung? MADE IN GERMANY-Reporterin Kerstin Schweizer fragt nach.
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Dollar, Euro oder Yuan - wer hat das Zeug zur weltweiten Leitwährung?
Über die Bedeutung des Euro als internationale Währungsreserve sprechen wir mit unserem Studiogast Jörg Rocholl von der European School of Management and Technology (ESMT).
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